Tagebuchblatt

Blainville wo du abträumst
die klaren Gedanken
abhanden du selbst
zerstreust dich im Haus
zwischen Arbeit und Mahlzeit
bleibt kein Spaltbreit Raum
der dir selbst zugeteilt

denn dein Kind ist wo du bist
und dein Kind ist wie du bist
ein tobender König in seinem Exil
du stehst Spalier am tosenden
Durchzug der Wünsche

geht alles vorüber sag dir
die Abwesenheit deiner Träume
einen Sternwurf entfernt
von dir selber zu sein
das geht alles vorbei

notierst du im Mai
und verzehrst dich
nach der Völlerei der Bäume:
sie weichen keiner äußeren Gewalt
und nichts bricht
so einfach ihre Kreise